Hier einige Punkte zur Geschichte des Ortes
Trautmannshofen
Geschichte des Ortes
Trautmannshofen, südlich des Marktes Lauterhofen gelegen, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Marienwallfahrten
der Oberpfalz. Schon 1382 befand sich an gleicher Stelle ein mittelalterlicher Vorgängerbau, der in den Hussitenkriegen
und durch Brand schwer beschädigt wurde. Im Zuge der Rekatholisierung der Oberpfalz wurde ab 1655 mit einem neuen
Kirchenbau begonnen, der allerdings 1686 wieder abgebrochen und nach einem neuen Plan von Leonhard Dientzenhofer
- einem der bedeutendsten Barockbaumeister der Region - neu errichtet wurde. Der Innenraum hebt sich durch seine
prächtige Raumschale und durch die qualitätvolle Ausstattung deutlich vom schlichten äußeren Erscheinungsbild ab. Die
Deckenfresken und die Altarblätter von 1760 mit marianischem Bildprogramm stammen von Joh. Mich. Wild, Amberg. Die
kulturelle Bedeutung der Kirche reicht weit über die Region hinaus.
Dientzenhofer ist der Name einer bekannten deutschen
Baumeisterfamilie, die im 17. und 18. Jahrhundert in Franken,
Hessen, der Oberpfalz und Böhmen wirkte, und neben Balthasar
Neumann und den Gebrüdern Asam prägend für den süddeutschen
Barock war.
Bekannte Baumeister aus der Familie Dientzenhofer waren die
Brüder:
Georg Dientzenhofer (* 1643 in Oberulpoint (Bad Feilnbach); ~ 11.
August 1643 in Au bei Aibling; † 2. Februar 1689 in Waldsassen)
Wolfgang Dientzenhofer (* 16. März 1648 in Oberulpoint (Bad
Feilnbach), † 18. Mai 1706 in Amberg)
Christoph Dientzenhofer (* 7. Juli 1655 in Sankt Margarethen
(Brannenburg) bei Rosenheim; † 20. Juni 1722 in Prag, Vater von
Kilian Ignaz Dientzenhofer)
Johann Leonhard Dientzenhofer (* 20. Februar 1660 in Rosenheim; †
26. November 1707 in Bamberg)
Johann Dientzenhofer (* 25. Mai 1663 in Sankt Margarethen
(Brannenburg) bei Rosenheim; † 20. Juli 1726 in Bamberg)
sowie Christoph Dientzenhofers Sohn:
Kilian Ignaz Dientzenhofer (* 1. September 1689 in Prag; † 18.
Dezember 1751 in Prag)